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DORFSPIEGEL Kurier Nr. 20 – 19.05.2006

Muttertags-Konzert in Dietlikon

 

Eine Musikalische Reise

 

Ein Mosaikstein im Kulturleben von Dietlikon ist die von der bisherigen Kulturkommision organisierte « Serenade » am Muttertag im Lichthof des Gemeindehauses. Das aus Fribourg stammende und in der französischen Schweiz sehr bekannte „Quatuor Laqué“ gegeisterte dieses Jahr am Sonntagnachmittag seine Zuhörer mit einer bunten musikalischen Reise.

 

Die vier Musiker des Quartetts, Albert Nussbaumer (Bass), Kajsa Lemcke (Sopran), Anne-Andrey-chassot (Alt) und José Perritaz (Tenor) verbindet ihre Freude und  Begeisterung für die A-cappella-Musik. Sie zündeten mit Humor und Poesie ein Feuerwerk an Klängen.

 

Verschiedene Musikstile

 

Die vier Solisten präsentierten ihre musikalische Vielfalt mit einem abwechslungsreichen Programm. Die ersten vier Stücke des Konzerts stammten aus der Renaissance und handelten vom „Dindirindin“ der spanischen Gitarren, einer Hübschen und von Rosen, zwei Ehefrauen, welche die Vorzüge ihre Männer vergleichen und dem Gesang der Vögel (französische Kompositionen). Der zweite Liederblock war von der Volksmusik inspiriert. Zwei Lieder kamen aus Schweden und ein kreolisches Wiegenlied aus Haiti. Dann ging die Reise exotisch weiter mit „Kaming Magmami“ von den Philippinen, temperamentvoll tönte es mit „Xaxadou“ aus Brasilien, um dann mit „Weischus dü“ in die Schweiz zurückzukehren.

 

Vier Jazz-Arrangements

 

Der dritte Programmteil enthielt vier Jazz-Arrangements der bekannten Melodien „What a wonderful world“ (Bob Thiele), „Georgia on my mind“ (Hoagy Carmichael), „Sh-Boom“ (Claude Feaster) und „Hello Dolly“ (Jerry Hermann), mit denen das Quartett seine hohe Musikalität und Interpretationsfähigkeit zum Ausdruck brachte. Die Musikstücke dieser amerikanischen Komponisten sind wegen ihren schwierigen Harmonien nicht einfach zu interpretieren. Zudem existieren praktisch keine Arrangements für vier Stimmen. So wurde „Georgia on my mind“ für fünf Stimmen geschrieben, „Hello Dolly“ nicht  für A-cappella-Gesang komponiert und für „Sh-Boom“ eine Klavierbegleitung vorgesehen.

 

Einige französische Interpreten beherrschten den Jazz mit einer solchen Fertigkeit, dass ihre Melodien in den USA Fuss fassten. Zu ihnen gehören Charles Trenet mit „Route Nationale 7“ und Claude Nougaro mit „Armstrong“, die vom „Quatuor Laqué“ ebenfalls vorgetragen wurden.

 

Humorvolles zum Abschluss

 

Den Abschluss des Konzerts bildeten die Humorvoll vorgetragenen Melodien von den lästigen Mücken, einer Musikdose, einem unpraktischen Sicherheitsgurt und der klebrigen Konfitüre, welche mit einem kräftigen Applaus bedacht wurden. Den Anlass rundete ein Apéro ab, zu dem dann die sieben vom Kinderhütedienst betreuten Jungen und Mädchen wieder in die Obhut ihrer Eltern entlassen wurden.

  

Helga Eissler

 

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Dernière modification : 01/05/10